Die Arbeiten von Clara Bahlsen und Sophie Aigner bewegen sich entlang von Schwellen zwischen Sichtbarkeit und Verbergen, Körper und Raum. Fenster, Wände und Öffnungen markieren zugleich Grenzen und ermöglichen Übergänge.
In Aigners Keramiken wird der menschliche Körper als System von Zeichen lesbar: Finger formen Buchstaben oder chromosomenartige Strukturen, während Fragen aus Internetforen über den eigenen Körper als Gravuren in waschbeckenartigen Formen erscheinen.
Bahlsens Installation mit Porzellanhunden greift die Legende der sogenannten Kaminhunde auf. Deren Blickrichtung in Fenstern von Hafenstädten konnte als codiertes Zeichen gelesen werden und so über Sichtbarkeit, Zugang oder Ausschluss entscheiden.
Kuratorische Assistenz: Charlotte Nies