Club
© Filomeno Fusco & Marte Kiessling

Club

Eine Ausstellung als Fiktion, in der die Spuren eines imaginären Underground-Ortes zu erahnen sind, und gleichzeitig die Illusion eines laufenden Clubbetriebs dekonstruiert und simuliert wird. Das Narrativ der Ausstellung dient auch als Metapher für die notwendigen Experimentier- und Möglichkeitsräume für die Kunst- und Kulturszene in Metropolen.

Die Künstler:innen der Ausstellung sind alle direkt oder indirekt mit der Clubkultur verwoben und setzen sich mit dem sozio-kulturellen Kosmos dieser Orte auseinander. Mit der Setzung der unterschiedlichen künstlerischen Interventionen und den musikalischen Performances im Innen- und Außenbereich entsteht so die Erzählung eines ausgedachten Clubs, in dem die Spuren einer früheren Nutzung zu erahnen sind, und gleichzeitig eine Atmosphäre eines laufenden Clubbetriebs zu spüren ist. Der sehr spezielle Ausstellungsort an der Wildenbruchbrücke mit seinem rauen schmutzigen Betoncharme, hat die passenden Eigenschaften für einen atmosphärisch typischen Berliner Underground Tanztempel.

Der implementierte Ausstellungsparcours, der abstrakt angelehnt ist an die Struktur eines Clubs greift viele Mechanismen, Eigenarten und Funktionen von solchen Orten auf. Es entsteht der Eindruck sich sukzessive „tiefer“ in einen Club hineinzubewegen und sich auf eine Reise durch das Narrativ eines besonderen Ortes zu befinden. Somit wird der klassische Spannungsbogen aufgebaut, begonnen ab dem Eingang, wenn man den Türsteher passiert, bis hin zum Ende des Besuches, wenn man den Laden wieder verlässt.

Die Untergrundkultur in Form von Clubs und anderer Off-Orte ist ein wichtiger Teil der Urbanität von Städten, besonders Berlin hat hier eine internationale Ausstrahlung und ihre Geschichten und die zugehörige Legendenbildung. Wie in vielen Großstädten kommt es auch in Berlin zu Verdrängung durch Gentrifizierung und hat auch negative Auswirkung auf die Vielfalt und Innovationen, die sich in solchen Räumen entfalten können. Künstler:innen sind Teil der Kultur in Städten und prägen auch als DJ’s und Musiker:innen die Club- und Musikszene. Viele von ihnen experimentieren mit Sound und Musik oder beschäftigen sich in ihren künstlerischen Arbeiten inhaltlich mit der Pop- und Musikkultur. Auch sind Clubs Lebensgrundlage für viele Künstler:innen, als Nebenjob oder Betreiber:innen. Auch jede:r der beteiligten Künstler:innen in der Ausstellung hat unmittelbare Berührungspunkte zur Ausstellungsthematik.

Sieben künstlerische Arbeiten von Stefan Alber, Matthias Droste, Janine Eggert, Filomeno Fusco, Viktor Kégli, Marte Kiessling und Alona Rodeh sind fester Bestandteil der Ausstellung und sind über die gesamte Dauer zu sehen.

Ein Raum wird alle drei Wochen mit einer Installation von einem Resident Artist neu bespielt. Diese wechselnden Künstler:innen werden im Rahmen von gesonderten Eröffnungen auch musikalische Performances (DJ Set, Soundperformance, Konzert und Radio Show) im Außenraum beitragen. Den Anfang macht die Künstlerin Frauke Boggasch, die zur Eröffnung auflegen wird.

Freitag, 21. Juli 2023, 17–20 Uhr
Frauke Boggasch

Mittwoch, 9. August 2023, 17–20 Uhr
Christoph Rothmeier

Mittwoch, 30. August 2023, 17–20 Uhr
Zora Kreuzer

Mittwoch, 20. September 2023, 17–20 Uhr
Christopher Sage

Mittwoch, 11. Oktober 2023, 17–20 Uhr
Jorn Ebner

Ein Projekt von Filomeno Fusco & Marte Kiessling

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler

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