- 25.07.26
- 16:00 Uhr
- Kunstbrücke am Wildenbruch
- Veranstaltung · Vorschau
Performances
„Xenia // is it urgent?“ von Susanne Grau und „The Breakdown“ von Alexander Norton (Annita Sleep)
Susanne Grau präsentiert Xenia // is it urgent?. Ein Theaterstück, eine chorale Lesung, eine Tanzperformance, bei der die Grenzen zwischen Beobachten und Darstellen verschwimmen. Im Mittelpunkt steht ein Drehbuch, ein Text, der von den Anwesenden gelesen und aufgeführt werden kann. Diese kollektive Lesung schafft einen Raum, in dem sich Tanz, Fantasie, Empfindungen und kleine Geschichten entfalten können. Hier wird das performative Handeln zu einer Praxis des Hosting and Ghosting, des Auslotens von Nähe und Distanz, von Entfremdung und Verbundenheit – durch eine gesteigerte Achtsamkeit gegenüber dem Körper und seinen sich wandelnden Beziehungen. Xenia fragt: Wenn du jemanden schon einmal getroffen hättest, ihn aber nicht mehr erkennen würdest, würdest du ihn dann immer noch als Fremden bezeichnen?
Choreografie, Performance, Text: Susanne Grau; Sounddesign/Komposition: Ismail Yakout.
Alexander Norton (Annita Sleep) (sie / ihr) wird an einer Fußballshow teilnehmen und diese moderieren, in der sie alle Rollen in The Breakdown übernimmt – von den Fußballern über die Trainer und Experten bis hin zum Publikum und den Titelsongs. Die Show soll eine absurde und informative Nacherzählung eines berühmten Spiels zwischen zwei Mannschaften sein, das ihr Leben für immer verändert hat. Es ist eine absurde Nachstellung einer unmöglichen Aufgabe, das Publikum davon zu überzeugen, dass das Spiel nicht nur interessant, sondern auch kulturell wichtig für ein Transmädchen ist, das im Vereinigten Königreich aufwächst. Wünscht ihr Glück!
Susanne Grau (sie/ihr) ist Tänzerin, Choreografin und Rolfing®-Praktikerin und lebt in Berlin. In ihren Projekten erforscht sie die Beziehungen zwischen Sprache, Körperlichkeit, Vorstellungskraft und Rhythmus. Sie versteht performative Praxis gerne als Vermittlung von Begegnungen, als eine Art Séance und als psychomagisches Experimentierfeld. Ihre choreografische Arbeit zielt darauf ab, einen Raum für kollektive Erfahrungen zu schaffen, indem sie mit Affekten von Kontrolle und Wandel spielt. Sie studierte Zeitgenössischen Tanz (BA) in Köln, absolvierte den Masterstudiengang Performing Arts Practice and Visual Culture in Madrid und den Masterstudiengang New Performative Practices in Stockholm. Als Performerin hat sie mit Künstlerinnen wie Fabrice Mazliah, Alexandra Pirici, Davis Freeman, Juana del Mar, Choy Ka Fai, Prue Lang, May Zarhy, Rocio Marano und Reut Shemesh zusammengearbeitet. Mit Unterstützung von Seitenwechsel e.V. gibt sie wöchentlich Tanzunterricht für Kinder, die in Geflüchtetenunterkünften leben. Susanne ist Mitglied von considering network – einem Netzwerk von Künstlerinnen und Körperarbeiterinnen, die sich für die Schnittstelle von Choreografie, Körperarbeit und der Politik/Poetik der Berührung interessieren. Ihre Lehrtätigkeit, Körperarbeit und künstlerische Praxis als Tänzerin, Performerin und Choreografin beeinflussen und inspirieren sich gegenseitig.
Alexander Norton (sie/ihr) ist eine transgender interdisziplinäre Künstlerin und Filmemacherin, die sich dem Absurdismus verschrieben hat. Sie versteht nicht, warum die Dinge so sind, wie sie sind. Durch Komik, Performance, Drag, Skulptur, Fotografie, Charaktergestaltung, Filmemachen, Poesie, Musik- und Klangarbeiten sowie Illustration setzt sie sich mit jedem Aspekt des Daseins durch das jeweils passende Medium auseinander. Mit Absurdismus und irritierenden Performances, die auf komödiantischer Absicht beruhen, verspottet sie Institutionen und Bedeutungszuschreibungen. Sie trat unter anderem an folgenden Orten auf: Volksbühne, Hamburger Bahnhof und Gropius Bau. Sie studierte Dokumentarfotografie (BA (Hons)) an der angesehenen Newport University und schloss ihr Studium 2012 ab. Außerdem verfügt sie über ein PGCE-Zertifikat für den Fotografieunterricht an Hochschulen. Sie gründete und leitete (zusammen mit verschiedenen Teams) Künstler, Künstlerin – eine Performance- und Kunstplattform, auf der Künstler:innen ohne Angst vor dem Scheitern arbeiten können. Das Projekt läuft seit 9 Jahren und entwickelt sich weiter. Sie hofft, Spuren zu hinterlassen, seien sie noch so klein oder groß, wichtig oder unwichtig. Annita Sleep ist Deutschlands erste versehentliche Margaret-Thatcher-Imitatorin. Sie wird oft in Momente der Nostalgie und Erinnerung versetzt, spielt jedoch mit dem Absurdismus der Existenz und erwarteten Verhaltensweisen. Sie hat gerade ihre eigene Anziehungskraft entdeckt und ist davon zutiefst verwirrt.
- Susanne Grau
- Alexander Norton (Annita Sleep)